Die Region Unteres Emmental zählt rund 50'000 Personen. In 20 Jahren sollen es nur wenige mehr sein.

Innerhalb der Altersgruppen wird es aber Verschiebungen geben. Die Zahl der 0 bis 19-Jährigen geht um 7 % zurück, jene der 20 bis 39-Jährigen um 15 % und jene der 40 bis 65-Jährigen um 8 Prozent. Dafür wächst die Altersgruppe 65–79 um 44 und die 80plus-Generation gar um 80 Prozent.

Die Stadt Burgdorf erarbeitet ein neues Altersleitbild. Vertretungen der Altersheime, von Pro Senectute, Spitex, des Regionalspitals, der Kirchen und der Stadt überlegen, was formuliert werden soll.

Klar ist: alt ist nicht einfach alt. Unterschieden wird zwischen dem aktiven Alter, dem fragilen Alter und dem abhängigen Alter.

In wenigen Monaten gehöre ich als Rentner zum aktiven Alter. Viele dieser Generation engagieren sich als «Care Givers», schauen zu ihren betagten Eltern, hüten Enkelkinder, machen Altersheim-Besuche, sind kulturell aktiv, setzen sich fürs Gemeinwohl ein unter dem Motto «PKZ: Pensioniert. Keine Zeit.» Nichts mit Dolcefarniente.

In 20 Jahren sind heutige «Care Givers» Teil der 80plus, benötigen selber Hilfe. Ich wohl auch.

Markus Buenzli-Buob

PS: Dieser Text erschien im Berner Pfarrblatt 6/2016 in der Rubrik Pastoralraum Emmental.