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Das Bistum Basel setzt in den nächsten Jahren einen neuen
Schwerpunkt. Die Begleitung von Erwachsenen in Glaubensfragen
bekommt mehr Gewicht. Auch in unserer Pfarrei bauen wir die
Bildungsarbeit mit Erwachsenen aus. Es gibt neue Angebote für
Erwachsene, speziell für Eltern (dazu später mehr), sowie für
junge Erwachsene, speziell für junge Erwachsene um 18.
Um mit jungen Erwachsenen unterwegs sein zu können, bietet sich
der Firmweg an. In vielen Pfarreien der Deutschschweiz ist das
Firmalter schon seit Jahren auf 18 oder höher angesetzt. In
Burgdorf unterstützen wir diesen Trend.
Mit 18 Jahren wird eine junge Frau, ein junger Mann in der
Schweiz volljährig, mündig. Mit 18 ändert sich einiges, wird
Neues möglich. Erwachsenwerden ist eine tolle, eine
spannungsvolle Herausforderung. Da möchten wir von der Kirche
her präsent sein bei der konstruktiven Begleitung junger
Menschen.
Wir haben in der Region Bern Firmkurse mit jungen Erwachsenen
begleitet. Gute Erfahrungen sind auch in Burgdorf angesagt.
Darum setzen wir ab Schuljahr 2009 / 2010 im Rahmen der
ausgebauten Erwachsenenbildung das Firmalter „hinauf“, angeboten
wird neu „Firmung ab 18“.
Im Wort Firmung steckt das lateinische firmare, was stärken /
sichern bedeutet.
Auf drei Ebenen geht es um Stärkung, um Sicherheit:
- Der junge Erwachsene spürt in der neuen Lebensphase Kräfte und Talente, die
er / sie mit 12 oder 14 oder 16 Jahren noch nicht haben konnte.
- Mit der Firmung stärken traditionell sieben
Gaben des Heiligen Geistes den Menschen: Stärke, Weisheit, Rat, Einsicht (Verstand), Erkenntnis, Frömmigkeit (Freude
an sich), Gottesfurcht (Freude am Sinn des Lebens). Es sind kreative Kräfte, die im Leben der Erwachsenen wichtig sind, gut
tun, Power verleihen.
- Mit 18 Jahren gibt es neue
Gesprächspartner. Der Kreis von Freunden und Freundinnen, von Kollegen
und Kolleginnen erweitert sich. Auf dem Firmweg kommt als neue
Person der Firmpate / die Firmpatin hinzu. Diese Person wird von
den Firmlingen selber ausgewählt. Und der Firmpate, die Firmpatin
steht bei der Firmung mit dem jungen Erwachsen zusammen vor dem
Firmspender. Sie oder er legt ihm beim Spenden der Firmung die Hand
auf die Schulter. Das bedeutet: Ich stehe hinter dir, du kannst auf
mich zählen, ich stärke dich.
Firmung ab 18 ist ein schönes Projekt. Es hat mit
Erwachsenwerden zu tun und unterstützt es. Und wie es im
Erwachsenenleben üblich ist: der Firmweg ist freiwillig. Doch
wer mitmacht, engagiert sich – und bekommt einiges zurück.
Der erste Kurs zur „Firmung ab 18“ wird im Herbst 2012
ausgeschrieben und beginnen. Das scheint noch weit weg zu sein.
Aber die Zeit vergeht ja sehr schnell.
Für die „Zwischenzeit“, für die Schulklassen 8 und 9 sowie für
17-jährige gibt es keine Pause im Religionsunterricht. Wer im
Schuljahr 2009/2010 in die 8. Klasse kommt, wird im neuen
Schuljahr zu drei bis vier thematischen Treffen eingeladen.
Diese Treffen dienen auch zur Vorbereitung auf eine allfällige
Firmung. Das gleiche gilt dann für die 9. Klasse und für
Angebote nach der obligatorischen Schulzeit.
Markus Schild und Markus Buenzli-Buob |