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18.01.2012 |
Beatles? Bee Gees! |
Die Beatles werden gefeiert. Vor 50 Jahren haben sie ihre erste Platte aufgenommen. Jeden Tag können wir auf Radio DRS 1 einen ihrer Hits hören. Auf dem MP3-Player habe ich Beatles-Songs gespeichert. Tolle Musik!
Kennen Sie die Bee Gees? 1963 erschien deren erste Single. Innerhalb kürzester Zeit wurden die Bee Gees als grösste Konkurrenz der Beatles gehandelt.
Mir persönlich haben die Bee Gees der 1960er-Jahre sehr gefallen. Die erste LP, die ich als Jugendlicher mit Sackgeld kaufte, war „Odessa“. Die oft mit Chor und grossem Orchester arrangierten Songs schaffen Stimmung. Klar, dass ich diese Musik aus den 60er Jahren auch auf dem MP3-Player höre.
Das Beatles-Jubiläum gibt mir Anlass, wieder einmal in die 1960er Jahre zurückzuschauen. Da war was los. Und ich als kleiner und bald grosser Schüler dabei … beim ersten Raumflug eines Menschen. Beim Bau der Berliner Mauer. Bei der Dekolonisation Afrikas. Beim Zweiten Vatikanischen Konzil. Beim Vietnam-Krieg. Beim Sechstagekrieg. Beim Prager Frühling und dem anschliessenden Einmarsch des Warschauer Pakts. Bei der ersten Mondlandung. Beim Woodstock-Festival. Bei den Studentenunruhen. Bei der Ermordung von John F. Kennedy und Martin Luther King. Bei den Olympischen Spielen von Innsbruck und Tokio. Beim „Tor von Wembley“.
Als Jugendliche hörten wir von Flowerpower und Hippies. Und liessen die Haare wachsen. Minirock und Bikini kamen auf. Ich kaufte aus selber verdientem Geld ein Tonbandgerät, um „meine“ Musik aufzunehmen (z.B. die Bee Gees). Die „Pille“ wurde erhältlich, löste eine sexuelle Revolution aus. Studentenbewegung, Feminismus und Pazifismus spalteten die Gesellschaft. „Anders sein“ war eine Lebenshaltung vieler Jugendlicher. Wir lasen Böll und Brecht und Sartre und schauten Cassius Clay beim Boxen zu. Wirtschaftlich herrschte Hochkonjunktur.
Eine bewegte Zeit. Neue Möglichkeiten taten sich auf.
Und dazu immer wieder Bee Gees-Songs im Ohr. Das Lied „Words“ als Vorschlag für das „Wort der Woche“:
„Lächeln, ein immer währendes Lächeln. Ein Lächeln kann dich mir nah bringen. Lass mich nie herausfinden, dass du gegangen bist. Weil mir das eine Träne bringt … Rede in nie vergehenden Worten. Und lass sie mir gelten. Und ich werde dir mein ganzes Leben geben. Ich bin da, wenn du mich anrufst … Es sind nur Worte und Worte sind alles, was ich habe, um dein Herz zu nehmen.“
Ich wünsche Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, hie und da ein poetisches Wort in dieser Woche.
PS: Dieser Text erschien in "D'REGION. Die Wochenzeitung für Stadt und Land", Nummer 3 vom 17. Januar 2012, in der Rubrik "Wort der Woche". |
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Markus Buenzli-Buob |
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